Geschichte

 

Auszüge aus der Chronik der Feuerwehr von Lengenfeld unterm Stein


Überblick über den Zeitraum der ersten schriftlichen Erwähnungen
bis zur Vereinsgründung am 01.07.1894. Sowie die weitere Entwicklung der FFW-Lengenfeld unterm Stein.

 

1701
In der Gemeinde sind keine Spritze und kein Spritzenhaus vorhanden.

 

1770
Im Wirtshaus werden als Löschgerät 12 lederne Eimer und 1 Feuerhaken aufbewahrt.


1789
Die Gemeinde bezieht ein Spritzenhaus nebst eine Feuerspritze. Diese kostete 180 Taler. Die hierfür nötigen Aufwendungen werden von den Gemeinden:
Lengenfeld - Faulungen - Geismar - Hildebrandshausen
- Bebendorf und Döringsdorf gemeinschaftlich getragen.
Folgende „Feuer Gerätschaften“ waren in alleinigen Bezirk der Gemeinde Lengenfeld:

- eine neue Feuerleiter
- ein neuer Feuerhaken und Axt an einem Stiel
- 12 alte und 1 neuer lederner Eimer

 

1799
Der Gemeinde gehört im Spritzenhaus.

- 2 neue Feuerleitern
- 1 Feuerhaken
- 15 alte und neue lederne Eimer
In diesem Jahr werden die Feuerstätten vom Schultheiß und dem Gerichtsschöppen visitiert. Auch die Backöfen wurden gezählt.


Die Entwicklung der Freiwilligen Feuerwehr Lengenfeld unterm Stein

 

01.07.1894
Gründung des Feuerwehrvereins von Lengenfeld/Stein
Im Gründungsjahr zählt der Feuerwehrverein 43 Mitglieder. Herman Müller wird als Brandmeister und Adam Lemmel Hornist erwähnt.

 

08.06.1907
Durchführung einer Generalversammlung. Eine neue Mitgliederliste wird erstellt und die Neuwahl eines Vorstandes durchgeführt.
Vorstand des Feuerwehrvereins von 1907:

Vorsitzender : Anton Montag
1. Beisitzer : Carl Redemann
2. Beisitzer : Alfons Wehenkel
Schriftführer : Lorenz Wehenkel
Kassierer : Jacob Schade

Insgesamt werden 25 Vereinsmitglieder aufgelistet.


1930
Neubau eines Gerätehauses (ehemals hinter dem Saal der Gemeindeschänke). Der Gesamtanschaffungswert betrug 2596 Mark.

 

1934
Der 1. Zugführer Kamerad Peter Mähler mußte aus Altersgründen ausscheiden. Kamerad Bernhard Gaßmann tritt nun an dessen Stelle.
Desweiteren wurde der Kamerad Peter Wehenkel einstimmig zum zweiten Zugführer gewählt. 32 neue Uniformen konnten in Besitz genommen werden.

 

17.bis 23. September 1934 Feuerwehrwoche in Lengenfeld/Stein

Der Ablauf in Stichpunkten:
- Übung auf dem Schulhof der Schule in Lengenfeld/Stein
- unter Beisein des Kreis- und Bezirksbrandmeisters hielten die Vereine: Döringsdorf, Bebendorf, Großtöpfer und Geismar ihre Übungen ab
- Marsch durch das Dorf zum Plan, dort Vorführung und Übung mit der Kreismotorspritze
- Durchführung einer Nachübung
- gemeinsamer Kirchgang am Sonntag und anschließend gemütlicher Nachmittag als Ausklang der
- Feuerwehrwoche

 

1935
Brandmeister Christoph Witzel bestimmt den Kamerad Andreas Fick zum Gerätewart.

 

1936
Die Feuerwehr Lengenfeld/Stein bekommt eine Motorspritze komplett mit Zubehör und Wagen. Als Maschinisten werden folgende Kameraden bestimmt: Bernhard
Schade, Karl Busse, Anton Müller und
Jakob Menge. Diese Kameraden wurden von einem Monteur der Magirus-Werke, an der Motorspritze ausgebildet.

 

1957
In der Gemeinde Lengenfeld/Stein wird eine Brandschutzkommission gebildet.

Vorsitzender: Alex Münch , Bürgermeister
Stellvertreter: Franz Schade, Wehrleiter
Vertreter DVA: Anton Müller
Vertreter Krankenkasse: Karl Wegwerth
Vertreter Bischofstein: Ferdinand König
Vertreter Forst: Rudolph Schön

 

Juli 1960
Wirkungsbereichstreffen der FFW in Lengenfeld/Stein
Ablauf in Stichpunkten:

- Eröffnung des Wirkungsbereichsleiter Oskar Zengerling
- Umzug durch das Dorf zur Turnerwiese
- Schnelligkeitsübungen und Wasserballspiel
- auf Bischofstein: Schnelligkeits- und Angriffsübung von 3 Wehren
- zu Abschluß Tanz mit gemütlichem Beisammensein


20.09.1966
Der Brandmeister Franz Schade legte aus gesundheitlichen Gründen sein Amt als Wehrleiter nieder.
Als neuer Wehrleiter wurde Heinz Fick gewählt.


25.08.1968
Großübung der FFW-Lengenfeld/Stein auf dem Gelände des „Offenstalls“

 

01.11.1969
Teilnahme an der Großübung aller Brandschutzzüge des Kreises Mühlhausen in Altengottern


29.09.1971
Übergabe des Löschfahrzeuges an die Kameraden der FFW-Lengenfeld/Stein. Gleichzeitig wurde auch das „neue“ Feuerwehrgerätehaus in Benutz genommen. Dieses
wurde in vielen Arbeitsstunden von den Kameraden in Eigenleistung angebaut.

 

30.06.1978
Feierstunde zur Umbesetzung der Wehr
Die Kameraden Werner Daniel und Franz-Josef Hildebrand wurden aus ihren Leitungsfunktionen verabschiedet.
Die Kameraden Hubert Steinwachs und Franz Josef Wehenkel wurden in ihren neuen Funktionen ernannt.

 

05.09.1980
Nachdem unser langjähriger Wehrleiter Heinz Fick in das Amt des Wirkungsbereichsleiters berufen wurde, gab er sein Amt als Wehrleiter ab und der Kamerad
Hubert Steinwachs, der bis dann Stellvertretender Wehrleiter war übernahm die Leitung der Lengenfelder Feuerwehr. In Anwesenheit des stellvertretenden
Bürgermeisters Alois Steinwachs und der Ratsmitglieder Hans Stude und Martha Straubel wurde die Arbeit von Heinz Fick gewürdigt und Hubert Steinwachs in
sein neues Amt eingeführt. Die neue Wehrleitung setzte sich wie folgt zusammen.

Wehrleiter: Hubert Steinwachs
Stellvertreter: Manfred Hedderich
Stellvertreter für Brandschutz: Franz-Josef Wehenkel
Stellvertreter für Technik: Herbert Fick
Gerätewart für Feuerwehrtechnik: Gerhard Apel
Gerätewart für Artenschutz: Günter Hartmann

 

06.09.1980
Ein für das damalige Sperrgebiet ungewöhnliches Ereignis gab es an diesem Morgen in Lengenfeld, gegen 10 Uhr traf ein Hubschrauber der Interflug ein und
landete auf dem Sportplatz. Neben den Feuerwehrkameraden aus Mühlhausen die mit Tanklöschfahrzeug und CO/2 Löschgerät gekommen waren, waren auch wir
dabei. Der Lastenhubschrauber hatte die Aufgabe, die der Firma Spezialbau Magdeburg vorgefertigten Stahlkonstruktionen für einen Fernsehverstärker auf
dem Schloßberg aufzustellen. Da hierfür 2 Tage benötigt wurden übernahmen die Lengenfelder Feuerwehrkameraden eine Nachtwache von Abends 18 Uhr
morgens 11 Uhr, bis nach genauer Arbeit Nachmittags mit einer Ehrenrunde über unser Dorf der Hubschrauber (in Richtung Nordhausen) davonflog.

 

03.06.1984

90-jähriges Jubiläum der Feuerwehr

Nachdem sich alle Gastwehren am Ortseingang aus Richtung Geismar getroffen hatten , setzte sich ein großer Festumzug in Bewegung und endete im
Schwimmbad, dort war für damalige Verhältnisse nicht so selbverständlich ein Festzelt aufgebaut. Unsere Jugendgruppe führte die Grundübung vor. Als
Schauübung demonstrierte die Einsatzleitung das Herrichten unseres Löschfahrzeuges zum Tanklöschfahrzeug mit anschließender Einsatzübung. Der Tag endete
mit einem großen Tanzabend im Festzelt.


21.03.1990

Erster Kontakt mit unserer Partnerwehr aus Morschen. Wir waren zu einer Einsatzübung eingeladen und im Anschluß daran berieten wir über zukünftige
gemeinsame Arbeit.

 

23.02.1991
Ein bedeutender Tag für unsere Feuerwehr

Alle Kameraden waren zusammengekommen um den „Feuerwehrverein Lengenfeld/Stein“ zu gründen.

Für den Vereinsvorstand wurden gewählt:

Vorsitzender: Heinz Fick
Stellvertreter: Hubert Steinwachs
Kassenwart: Karl-Heinz Arend
Schriftführer: Peter-Raphael-Richwien
Pressewart: Lothar Steinwachs, Erhard Hildebrand


02.-05.06.1994

100 Jahrfeier der FFW. Lengenfeld

An 4 Tagen feierten wir unser Jubiläum. Ein Höhepunkt war die Festveranstaltung am Samstag, zu der unter anderem der Landrat Hilfreich Reinhold und der
Kreisbrandinspektor Peter Renner als Gäste erschienen. Einen großen Festumzug am Sonntag nachmittag, angeführt von der neuen, im Festhochamt
überreichten und geweihten Vereinsfahne, gab es für alle Lengenfelder und Gäste zu sehen.

 

05.02.1996

„Ein Feuerwehrauto kommt an“ - So hieß es an diesem Abend. Von der FFW. Altenburschla bekommen wir ein technisch - optisch einwandfreies
Kleinlöschfahrzeug von Typ "Ford-Transit“. Eine Bereicherung unserer Technik.


26.02.1997

Ein großer Tag für Lengenfeld

Der Innenminister des Freistaates Thüringen Dr. Richard Dewes lud zu einem Gespräch mit dem Stadtbrandinspektoren und Ortsbrandmeistern zu Problemen im
Feuerwehrbereich in den Saal der Gemeindeschenke ein.